Unsere Vereins-Chronik
07.06.1958:
Gründung des Vereins im Saale der ehemaligen Gastwirtschaft
Scheele
Abschrift:
Spiel- und Sportverein Gehrden
Protokollauszug
Am 7.6.1958 wurde auf Veranlassung des Bürgermeisters
Johannes Weber; Gehrden, im Saale der Gastwirtschaft Scheele
zu einer Gründungsversammlung des Spiel- u. Sportvereines Gehrden
eingeladen. Von den erschienenen Interessenten haben sich 96 zur
Mitgliedschaft bereit erklärt, die auf der Mitgliederliste aufgeführt sind.
Bürgermeister Weber eröffnete die Versammlung und leitete die Wahl des
1. Vorsitzenden. Zum 1. Vorsitzenden wurde einstimmig Josef Schlotjunker
gewählt. Daraufhin übernahm der Vorgenannte die Leitung der Versamm
lung.
Die weiteren Wahlen ergaben folgende Ergebnisse:
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2. Vorsitzender |
Heinrich Hillebrand |
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1. Schriftführer |
Elmar Nutt |
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2. Schriftführer (Protokoll) |
Herbert Schönhoff |
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1. Kassierer |
Robert Riemann |
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2. Kassierer |
Herbert Krawinkel |
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1. Obmann f. Fußb.-Abt. |
Erich Bollermann |
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2. Obmann Fupb.-Abtl. |
Anton Burges |
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1. Obmann f. Leichathletik |
Richard Feußner |
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1. Obmann f. Jgd.-Gruppe |
Heinrich Gerke |
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2. Obmann f. Jgd.-Gruppe |
Alfons Beineke |
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1. Gerätewart |
Albert Pieper |
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2. Gerätewart |
Werner Weitzenbürger |
Dem Verein wurde auf Vorschlag aus der Versammlung folgender Name
gegeben: "Spiel- und Sportverein Gehrden Krs. Warburg"
Nach Erledigung interner Vereinsfragen wurde die Versammlung ge-
schlossen.
Gehrden, den 7. Juni 1958
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1. Vorsitzender |
Kassierer |
Schriftführer |
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Schlotjunker |
Riemann |
Nutt |
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Vorsitzende des Vereins: |
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07.06.58 - 15.02.60 |
Josef Schlotjunker |
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15.02.60 - 23.05.63 |
Josef Meyer |
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24.02.63 - 24.02.67 |
Heinrich Hillebrand |
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24.02.67 - 06.02.76 |
Herbert Schönhoff |
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06.02.76 - 31.01.94 |
Reinhard Pape |
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31.01.94 - 31.01.00 |
Franz-Josef Wolff |
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31.01.00 - heute |
Peter Dördelmann |
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Geschäfts- und Schriftführer des Vereins:
Elmar Nutt
Anton Wolff
Helmut Fricke
Johannes Krawinkel u. Karl-Heinz Hoemann
Michael Weber u. Klaus Hochschulz
Fußball-Historisches
In den zwanziger Jahren brach auch im hiesigen Raum eine ansteckende
Krankheit aus, das Fußballfieber.
Auch Gehrdener Jugendliche blieben davon nicht verschont. Die magische
Anziehungskraft des runden Leders konnte auch durch die widrigsten
Bedingungen unter den damals gespielt werden mußte, nicht beseitigt
werden. Die Aktiven bewältigten Situationen die für uns heute unvorstellbar
sind. Selbstgezimmerte Tore aus Fichtenholz, die Bäume wurden natürlich
auch durch die Aktiven geschlagen, mal in dieser, mal in jener Weide auf-
gestellt, ein grob abgestecktes Spielfeld und immer vom guten Willen der
Bauern abhängig, auf dessen Weide gerade gespielt wurde, denn die
Weiden wurden ja hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt.
Doch die damalige Begeisterung war durch nichts zu erschrecken. Trainiert
und gespielt wurde also unter schlechten Bedingungen. Spiele wurden
gegen die Nachbarorte ausgetragen. Zu den Auswärtsspielen ging man
zu Fuß!
Auf Betreiben der Kirche wurde 1928/29 der Verein in DJK Gehrden um-
benannt. Die im Mittelholz gelegene "Ziegenweide" (heutiges Sportge-
lände) wurde mehr und mehr zum Domizil des Vereins, der unebene
"Ziegenkamp" wurde mehr und mehr in ein Fußballfeld
umgewandelt.
Unterbrochen wurde der Sportbetrieb durch den 2. Weltkrieg.
Nach dem Kriege fanden sich sofort wieder Interessierte. Einheimische,
aber auch Vertriebene und Flüchtlinge, die eine Elf gründeten. Aus Gründen
sportlicher Effektivität schloß man sich mit dem Sportverein Siddessen
zusammen und man stellte so eine viel beachtete erfolgreiche Mannschaft.
Zu Beginn der 50er Jahre erlahmte das Fußballinteresse. Durch den Krieg
waren Nachwuchsprobleme entstanden. Doch Mitte der 50er Jahre wurde
in Gehrden der Ruf nach einem Sportverein wieder laut.
Lehrer Feußner, Bürgermeister Johannes Weber,
Josef Schlotjunker u.v.a. ließen nichts unversucht. 1958 war es dann
endlich so weit
Die ersten Jahre:
1958 nahm der Verein am Spielbetrieb des Sportkreises Warburg mit
einer Senioren- und einer Jugendmannschaft teil.
Gespielt wurde auf dem jetzigen Sportgelände, genannt "Ziegenkamp".
1959 wurden die Wichen für den Sportplatzumbau gestellt. Für die
Erstellung der neuen Platzanlage machte sich insbesondere der damalige
Bürgermeister Johannes Weber stark. Er forderte aber auch die
Mitglieder des Vereins auf, insbesondere Schulkinder, Eigenleistungen zu
erbringen. Nach Beginn der Baumaßnahmen im Mittelholz mußte der
Spielbetrieb an eine andere Stätte verlegt werden. Der damalige Spieler
der 1. Senioren-Mannschaft Günther Mönikes, stellt dafür eine Weide,
die ehemalige "Klosterwiese" zur Verfügung. Nur so konnte der Spiel-
betrieb aufrecht erhalten werden.
1960 konnte die Klosterwiese nicht immer als Sportplatz genutzt
werden,
daher wurde eine weiterer Ausweichplatz in den Kuhwiesen des "Breiten-
kampes" errichtet.
Der sportliche Erfolg blieb unter diesen Bedingungen hinter den Erwart-
ungen zurück, doch durch eine beispielhafte Begeisterung ließen sich
die Verantwortanwortlichen nicht entmutigen. Eine C-Jugendmannschaft
nahm im Spieljahr 1960/61 am Spielbetrieb teil. Ins Leben gerufen
wurde
diese Mannschaft von Richard Feußner und Heinrich Hillebrand.
Die Bildung dieser C-Jgd.-Mannschaft war der Auslöser für den späteren
Zusammenschluß mit Altenheerse, da erstmals Spieler aus Altenheerse im
Dreß des "SuS" dem runden Leder nachjagten.
1961 konnte endlich die heutige Platzanlage und auch das Sportheim
ein-
geweiht werden.
Von nun an verfügte der "SuS" über Platz- und
Umkleidemöglichkeiten, die
zu der Zeit im Sportkreis Warburg vorbildlich waren.
Mit dieser neuen Anlage waren die Weichen gestellt für die späteren Er-
folge des SuS.
Die Einweihungsfeier fand im Rahmen eines DFB-Jugentages statt.
Erstmals stand auch eine Mannschaft des SuS in einem Kreisendspiel.
Die C-Jugend unterlag hier vor stattlicher Zuschauerkulisse gegen
Warburg 08 unglücklich mit 1:2 Toren.
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